
Wie bildet sich Muttermilch
Muttermilch wird aus Blut gebildet. Genauer gesagt: Das Hormon Prolaktin entsteht im Gehirn und gelangt über das Blut in die Brust. Dort bewirkt es, dass sich in den Alveolen Muttermilch bildet.
Welche Phasen der Milchbildung gibt es
Die Milchbildung läuft in verschiedenen Phasen ab:
Milchbildungsphase 1, also die so genannte Laktogenese I, beinhaltet die Differenzierung der Brustdrüsen. Sie bereiten sich dabei hormonell auf die Produktion von Milch, genauer gesagt von Vormilch oder auch Kolostrum, vor. Dies geschieht etwa ab der 20. SSW.
In der Milchbildungsphase 2, oder auch Laktogenese II, geht es um die Bildung reifer Muttermilch. Die Phase beginnt mit der Geburt. Die Bildung der reifen Muttermilch wird nun vorbereitet. Bis diese das Kolostrum ablöst und ausschließlich reife Muttermilch gebildet wird, kann es 7 bis 14 Tage dauern.
In der Milchbildungsphase 3, also Laktogenese III, geht es darum, die Milchbildung aufrechtzuerhalten. Dies wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt.
Heißt: Die Milchmenge wird dadurch bestimmt, wie viel das Baby an der Brust saugt. Das Baby gibt den Takt vor, die Brust bildet die Milch, die benötigt wird. In den ersten sechs Monaten trinken Babys 700 bis 900 ml pro Tag. Dabei ist die Menge übrigens den gesamten Zeitraum gleich viel. Die Zusammensetzung der Milch aber verändert sich mit der Zeit.
Welchen Einfluss haben Lebensmittel auf die Zusammensetzung der Muttermilch
Lebensmittel wirken sich mit wenigen Ausnahmen tatsächlich so gut wie gar nicht auf Muttermilch aus. Dennoch: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig, damit die Mutter bei Kräften bleibt.
Tipp: Eine empfehlenswerte Seite rund ums Stillen ist übrigens stillenentdecken.
Quellen: Helios, MedLexi, Frauenärzte im Netz. Fotos: Unsplash